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Der katholische Pater Franz Sonntag lebt und arbeitet seit über 30 Jahren im südlichen Afrika. Heute ist er in Namibia in Gabis tätig, nicht weit entfernt von der Grenze nach Südafrika. Er lebt mit dem Volk der Namas. Die Namas sind eine der ärmsten Volksgruppen in Namibia. Ihr Land ist karg und die meiste Zeit des Jahres vertrocknet. Im Sommer ist es heiß und im Winter kann es recht kalt werden. Die Erwachsenen verlassen die Gegend um Arbeit in wirtschaftlich besser gestellten Regionen zu suchen. Wenn sie überhaupt Arbeit finden, verdienen sie so wenig, dass das Geld gerade zu ihrem eigenen Lebensunterhalt reicht. Die Folge ist, dass sie ihre Eltern und meist auch ihre zurück gelassenen Kinder nicht unterstützen können.
Die alten Menschen
bekommen eine minimale Rente. Davon versuchen sie, die Enkelkinder, die bei
ihnen leben, mit zu versorgen. Hinzu kommen die enormen Probleme, die durch
Aids entstanden sind. Viele Menschen in Afrika sind daran erkrankt. Eine
ausreichende medizinische Versorgung ist selbst für eine Lehrerfamilie nicht
bezahlbar. Viele Menschen aus der Elterngeneration versterben. Die Zahl der
Waisen steigt stetig. Auch Kinder sind an Aids erkrankt und auf Hilfe
angewiesen. Er kaufte einen kleinen Laster. Dieser Wagen dient als Transportmittel für alles, was befördert werden muss. Zum Beispiel brauchen die Älteren nun ihre Rente nicht mehr zu Fuß ab zu holen. Selbst gezimmerte Bänke auf der Ladefläche machen die kleine Reise fast zu einer Luxusfahrt. Der Pater kennt die Sorgen und Nöte der Namas. Er hat ein gutes Gespür dafür, da zu helfen, wo es nötig ist. Wichtig ist ihm immer dabei, dass die Leute nicht betteln oder sich an Almosen gewöhnen. Er unterstützt vor allem Familien, die auch selbst Initiativen zeigen, wo Hilfe langfristig Erfolg verspricht. Seine absolute Herzensangelegenheit ist der Kindergarten. Auch dieses Projekt würde es ohne ihn nicht geben. Die Kleinsten zu unterstützen, dafür zu sorgen, dass sie täglich eine gute Mahlzeit erhalten und früh gefördert werden, ist ihm wichtig. Die Kinder lernen viele praktische Dinge, wie auf die Toilette zu gehen, Hände zu waschen und Zähne zu putzen. Aber auch Spielen, Singen und Englisch lernen stehen auf dem Plan. Und zudem hat er für die Kindergärtnerinnen und die Köchin wieder Arbeitsplätze geschaffen. Für all diese Projekte ist Pater Sonntag auf Spenden angewiesen. Er kann nur soviel Geld investieren wie er an Spenden bekommt. Wir besuchten Pater Sonntag das erste Mal im Jahr 1996 und dann wieder im März und Oktober 2006. Da wir ihn als Mensch sehr schätzen und seine Arbeit unterstützen wollen, geht der Gewinn einiger Aktivitäten unserer Arbeit direkt an ihn weiter.
Wir bitten auch Sie,
wir bitten auch Dich um Spenden für den Kindergarten und die weiteren
Projekte in Gabis.
Post
aus Namibia, im
März
2007 |