Burgel Geier
Diplom-Psychologin


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Fotos von Birgit Sonntag




  

















 


Das Kindergartenprojekt in Namibia

Der katholische Pater Franz Sonntag lebt und arbeitet seit über 30 Jahren im südlichen Afrika. Heute ist er in Namibia in Gabis tätig, nicht weit entfernt von der Grenze nach Südafrika. Er lebt mit dem Volk der Namas. Die Namas sind eine der ärmsten Volksgruppen in Namibia. Ihr Land ist karg und die meiste Zeit des Jahres vertrocknet. Im Sommer ist es heiß und im Winter kann es recht kalt werden. Die Erwachsenen verlassen die Gegend um Arbeit in wirtschaftlich besser gestellten Regionen zu suchen. Wenn sie überhaupt Arbeit finden, verdienen sie so wenig, dass das Geld gerade zu ihrem eigenen Lebensunterhalt reicht.  Die Folge ist, dass sie ihre Eltern und meist auch ihre zurück gelassenen Kinder nicht unterstützen können.

Die alten Menschen bekommen eine minimale Rente. Davon versuchen sie, die Enkelkinder, die bei ihnen leben, mit zu versorgen. Hinzu kommen die enormen Probleme, die durch Aids entstanden sind. Viele Menschen in Afrika sind daran erkrankt. Eine ausreichende medizinische Versorgung ist selbst für eine Lehrerfamilie nicht bezahlbar. Viele Menschen aus der Elterngeneration versterben. Die Zahl der Waisen steigt stetig. Auch Kinder sind an Aids erkrankt und auf Hilfe angewiesen.

Die Missionsstation von Pater Sonntag liegt im staubigen Süden von Namibia. Der nächste kleine Ort, mit Supermarkt, Bank und Post, ist 20 km entfernt. Es gibt keine öffentlichen oder privaten Verkehrsunternehmen dorthin. Die Mission unterhält ein Internat, in dem 200 Mädchen und Jungen leben, die in die vom Staat betriebene Schule in Gabis gehen. Die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen, ist in Afrika eine kleine Chance, in der Zukunft besser überleben zu können.

Als Pater in Afrika ist man nicht nur für die seelsorgerischen Belange seiner Gemeinden zuständig. Pater Sonntag kümmert sich auch um den Erhalt der Internatsgebäude, die sanitären Anlagen und die Kanalisation. Erst seit er hier ist gibt es überhaupt funktionsfähige Toiletten für die Kinder. Das Dach vom Schlaftrakt der Jungen bewahrte er vor dem Einsturz und im  Gemeinschaftsduschraum ließ er eine Warmwasserleitung installieren. Auch die einseitige Ernährung der Kinder wurde verbessert. Er organisiert Gemüse und bald wird es auch ein bisschen mehr Fleisch geben. Seit einiger Zeit versucht er sich nämlich, sehr erfolgreich, in der Schweinezucht.

Er kaufte einen kleinen Laster. Dieser Wagen dient als Transportmittel für alles, was befördert werden muss. Zum Beispiel brauchen die Älteren nun ihre Rente nicht mehr zu Fuß ab zu holen. Selbst gezimmerte Bänke auf der Ladefläche machen die kleine Reise fast zu einer Luxusfahrt. Der Pater kennt die Sorgen und Nöte der Namas. Er hat ein gutes Gespür dafür, da zu helfen, wo es nötig ist. Wichtig ist ihm immer dabei, dass die Leute nicht betteln oder sich an Almosen gewöhnen. Er unterstützt vor allem Familien, die auch selbst Initiativen zeigen, wo Hilfe langfristig Erfolg verspricht.

Seine absolute Herzensangelegenheit ist der Kindergarten. Auch dieses Projekt würde es ohne ihn nicht geben. Die Kleinsten zu unterstützen, dafür zu sorgen, dass sie täglich eine gute Mahlzeit erhalten und früh gefördert werden, ist ihm wichtig. Die Kinder lernen viele praktische Dinge, wie auf die Toilette zu gehen, Hände zu waschen und Zähne zu putzen. Aber auch Spielen, Singen und Englisch lernen stehen auf dem Plan. Und zudem hat er für die Kindergärtnerinnen und die Köchin wieder Arbeitsplätze geschaffen.

Für all diese Projekte ist Pater Sonntag auf Spenden angewiesen. Er kann nur soviel Geld investieren wie er an Spenden bekommt. Wir besuchten Pater Sonntag das erste Mal im Jahr 1996 und dann wieder im März und Oktober 2006. Da wir ihn als Mensch sehr schätzen und seine Arbeit unterstützen wollen, geht der Gewinn einiger Aktivitäten unserer Arbeit direkt an ihn weiter.

Wir bitten auch Sie, wir bitten auch Dich um Spenden für den Kindergarten und die weiteren Projekte in Gabis.
Burgel Geier und Birgit Sonntag


Die Spenden gehen direkt, ohne Abzüge, an
Pater Sonntag.

Spendenkonto:
"Für Pater Franz Sonntag"
Konto Nummer 1 700 889
Sparkasse Düren
Bankleitzahl 359 501 10


 

Post aus Namibia, im März 2007

Liebe Birgit,
Ihr habt gute Einfälle!
Lasst nicht nach im Gutes-Tun!
Inzwischen versorge ich 20 Waisenkinder mit einem Lebensmittelpaket monatlich. Ca. 40 Invaliden und Senioren haben sich einfach angeschlossen....sie seien schließlich auch hungrig. Nun habe ich einen Raum als Vorratslager eingerichtet und fahre, wenn nötig, zur Metro nach Keetmanshoop.
Durch diese neue Aktion lerne ich die Leute kennen. Ich setze mich mit ihnen an einen Tisch und frage sie aus. Auf diese Weise erfahre ich die Verwandtschaftsverhältnisse, lerne ihre Namen kennen und wie die Verhältnisse zu Hause sind.

Katrina Koper hat selbst 3 Kinder, 4 von ihrer Schwester, die in Noordoewer arbeitet, aber keinen Cent schickt für den Unterhalt ihrer Kinder, ein Kind stammt von ihrem an Aids verstorbenen Bruder. Eine Frau von ca 30 Jahren, platt wie ein Brett, ihr eigenes Jüngstes unterernährt und mit 2 Jahren noch sprachlos.....

Ja, wenn ich das sehe, dann helfe ich....die unterernährte Elisabeth konnte es nicht verstehen, dass ich ihr Bonbons gab.

Ich grüsse ganz herzlich und wünsche Dir, dass Du bald einen Job findest!
Dein Onkel Franz